Samstag, 4. Juli 2020

Kalender

Edith, Lorina, Alice, 1859


Am 4. Juli 1862 erzählt Charles Lutwidge Dodgson auf einer Bootsfahrt auf der Themse den Schwestern Alice, Edith und Lorina Lidell eine Geschichte, woraufhin Alice ihn bittet, diese aufzuschreiben. Genau drei Jahre später erscheint in London unter seinem Künstlernamen Lewis Carroll die Erstausgabe von Alice im Wunderland.

Freitag, 3. Juli 2020

Tim Winton: Schwindel

Der australische Autor soll berühmt sein für die unbarmherzige Natur in seinen Geschichten.
In diesem Roman, erschienen bei Luchterhand, “erzählt er die Geschichte eines ehemaligen Umweltaktivisten, der in seinem Leben auf ganzer Linie gescheitert ist, eines Mannes am Abgrund, der die Welt, wie er sie kennt, nicht mehr lieben kann. Und der inmitten seiner Abwärtsspirale eine neue Aufgabe und vielleicht auch wieder Sinn und Hoffnung für sein Leben findet, dort in seinem Hochhaus in Fremantle, an der Westküste Australiens”, wie der Klappentext mitteilt.

Die Washington Post meint: “Einer der gefeiertsten Schriftsteller Australiens.”

Gleich zu Beginn werde ich konfrontiert mit einem Mann, der einen totalen Kater ausnüchtern muss. Und so lesen sich für mich die ersten Seiten etwas holprig. Doch je nüchterner Tom Keely, ein Mann mittleren Alters mit durchschnittlicher Intelligenz, wird, desto flüssiger wird das Lesen. Und ich lasse mich mitreißen in seine Geschichte, die Tim Winton wortgewaltig erzählt.

Tom braucht unbedingt ein Frühstück, doch der Gang durch die Stadt wäre eine Tortur. Er müsste vorbei an "zahnlosen Säufern und mitleidgierenden Aborigines", Sammelbüchsenschwenkern und Straßenkünstlern.

"Die Stadt wurde zu einem Vergnügungspark der Boheme auf dem Fundament einer Immobilienblase, und hinter jeder vernachlässigten Goldrauschfassade, jeder leeren Ladenfront zählte ein Wucherer seine Pennys, schikanierte seine Familie und schimpfte über Flüchtlinge."

Dafür war er zu kaputt. Er bekam schon einen Schweißausbruch, wenn ihn im Fahrstuhl jemand ansprach. Und genau das geschah. Gemma Buck, eine Frau, mit der er im Fahrstuhl fuhr, erinnerte sich an ihn. Doch er fertigte sie an der Tür ab. Und erinnerte sich seinerseits an sie. Er kannte sie aus Kinderzeiten. Die für Gemma und ihre Schwester keine schöne Zeit war. Ihr Vater soff und prügelte seine Frau. Die beiden Mädchen flohen oft zu den Keelys.

Seit Tom Gemma getroffen hat, scheint sich sein Leben zu wandeln. Er geht wieder aus dem Haus; Essen mit seiner Mutter, fährt mit Gemma und ihrem Enkel mit einem Boot hinaus, Vögel beobachten.
Am Abend besucht Gemma ihn und er erfährt so einiges aus ihrer Kindheit. Die schrecklich gewesen war.
Und er denkt wieder darüber nach, sich einen Job zu suchen. Als Umweltaktivist wird er nicht mehr arbeiten können. Könnte er Lehrer werden? Allein die Vorstellung, mit einem Haufen 15-Jähriger in einer Klasse alleine zu sein, verursacht ihm Pein. Gartenarbeit, Taxifahren? Das wäre er zumindest seiner Mutter schuldig, die ihn ein wenig finanziell unterstützt.
Ob er die Kurve kriegt? Ob er von den Tabletten wegkommt, die er zum Einschlafen braucht? Schafft er es, wieder ein normales Leben zu führen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Das lest selbst.

Was für eine Erzählweise. Ich brauchte ein wenig, bis ich hineinkam in die Geschichte. Aber dann... dann mochte ich gar nicht mehr aufhören. Und obwohl in der Geschichte streckenweise nichts passierte, war es trotzdem spannend und interessant und hat einfach nur Spaß gemacht. Tim Winton benötigt keine Cliffhanger am Ende eines Kapitels. Eine leise Spannung wird permanent beim Lesen gehalten. Man erfährt nicht gleich zu Beginn, warum Tomm Keely abgestürzt ist. Nein, das erschließt sich so nach und nach. Aus Erinnerungsfetzen. Und so mag man das Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen.

Eine absolute Leseempfehlung von mir.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Kalender



Die US-amerikanische Antiquariats-Buchhändlerin und Autorin Madeleine Stern wurde am 1. Juli 1912 in New York geboren. Von ihr und ihrer Freundin Leona Rostenberg stammt meine Lieblingsbiografie Zwei Freundinnen, eine Leidenschaft.
Mit 20 Jahren erhielt sie den Bachelor-Titel in englischer Literatur vom Barnard College und beendete ihr Studium 1934 mit einem Master-Abschluss der Columbia University.
Madeleine Sterne veröffentlichte als Autorin und Mitautorin mehr als 40 Bücher. Viele dieser Bücher beschäftigen sich mit Biografien oder dem Thema Buch- und Verlagswesen.
Außer der hier erwähnten Biografie habe ich leider keine ins Deutsche übersetzten Bücher von ihr gefunden.

Sonntag, 28. Juni 2020

Maeve Binchy: Das Herz von Dublin

Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten. Ich habe nur die erste gelesen und das Buch dann abgebrochen.

Carmel, 50 Jahre alt, verschickt an die engsten Freunde eine Einladung zum Dinner. In vier Wochen soll das stattfinden. Ihr Mann Dermot erfährt davon allerdings von einem Freund. Was ihn unheimlich aufregt, hat doch auch seine Geliebte, mit der er seit zwei Jahren zusammen ist, eine Einladung bekommen. Als er Carmel zur Rede stellt, lässt sie ihn höflich, aber bestimmt abblitzen. Aufregung herrscht auch bei den Eingeladenen, die natürlich von dem Verhältnis wissen und nun grübeln, ob Carmel selbst es auch weiß oder nicht.
Derweil trifft sich Carmel mit einem Joe in seinem Hotel.

Ich gehe mal davon aus, dass Carmel Bescheid weiß über das Verhältnis, dann spielt sie ihre Rolle verdammt gut. Die Töchter treffen sich, um zu besprechen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Die Freunde grübeln darüber, ob sie Bescheid weiß. Derweil scheint sie irgend etwas auszuhecken.

Gerade, als die Geschichte begann, mir zu gefallen und ich gespannt war, wie sie zu Ende geht, ist sie auch schon zu Ende. Sehr abrupt und ohne Auflösung. Und lässt mich unzufrieden zurück.
Ich mag hin und wieder eine Geschichte, bei der das Ende offen ist; bei der ich mir nach dem Zuklappen des Buches ausmalen kann, auf welche Art und Weise sie weitergehen könnte.
Aber hier ist das nicht so. Ich weiß, was Carmel vor hat, und ich finde es nicht gut. Weil ich mir vorstellen kann, dass sie auf Dauer damit nicht glücklich wird. Aber wer bin ich, dass ich ihr Vorhaltungen machen würde. Wir sind alle Menschen und machen unsere Fehler.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Romanfiguren auf Briefmarken

Arsène Lupin ist eine Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc. Der fiktive Meisterdieb ist äußerst populär in Frankreich und im französischsprachigen Teil von Kanada.
Arsène Raoul Lupin ist ein Gentleman. Geboren 1874 als Sohn von Henriette d’Andrésy und Théophraste Lupin, genoss er eine hervorragende Ausbildung in Jura und Medizin, wobei er sich auf die Dermatologie spezialisierte. Neben Latein und Griechisch beherrscht er mehrere moderne Sprachen fließend. Er ist Meister der Verkleidungskunst sowie verschiedener Kampfsportarten und ein ausgesprochener Kunstkenner – in der hohlen Nadel in Étretat hortet er auserlesene Kunstschätze, darunter die Mona Lisa von Leonardo da Vinci.
Lupin ist formvollendet im Umgang mit dem schönen Geschlecht. Er verabscheut Gewalt und tötet dementsprechend nur in Notwehr. Er genießt in den Romanen – wie auch in der realen Welt – die Sympathien der breiten Allgemeinheit, da seine Opfer stets auf fragwürdige Weise zu ihrem Reichtum gekommen sind. Im Laufe der Zeit steigt Lupin vom Gegner der Behörden zu ihrem Helfer auf – was sicherlich auch durch die Karriere seines Schöpfers bedingt ist.


Fantomas  ist der Titel eines französischen Kriminalromans von Pierre Souvestre und Marcel Allain. Es ist gleichzeitig der Name der Hauptfigur dieses Romans und 31 weiterer, welche im Monatstakt zwischen Februar 1911 und September 1913 bei Arthème Fayard erschienen. Nach Souvestres Tod schrieb Marcel Allain zwischen 1926 und 1963 vierzehn weitere Fantômas-Abenteuer.
Fantômas ist ein skrupelloser und zugleich genialer Schurke. Seine Verbrechen zeichnen sich aus durch Brutalität und Einfallsreichtum. So füllt er Parfümflaschen in einem Kaufhaus in Paris mit Schwefelsäure, setzt pestverseuchte Ratten auf einem Passagierschiff aus oder zwingt ein Opfer, seine eigene Hinrichtung zu erleben, indem er es mit dem Gesicht nach oben in eine Guillotine zwingt.
Die gemeinsam erstellten Romane wurden gleichzeitig, kapitelweise, in getrennten Zimmern auf Wachswalzen gesprochen, die später von zwei Gruppen von Stenografinnen ausgewertet wurden. Nur so war es möglich, das Pensum von einem Buch pro Monat zu bewältigen. In Vorgesprächen losten Souvestre und Allain die zu erstellenden Kapitel aus. Aufgrund des Zeitdrucks, unter dem die nach Zeilen bezahlten Autoren standen, haben sie die Kapitel des jeweils anderen oftmals gar nicht gelesen und selbst ihre eigenen Werke nicht korrekturgelesen.


Jules Maigret ist eine literarische Figur des belgischen Schriftstellers Georges Simenon, die Hauptfigur in 103 Kriminalromanen (auch Maigret-Romane genannt, in Abgrenzung zu Simenons Non-Maigret-Romanen) und einigen Kurzgeschichten.
Er ist ein Beamter der Pariser Kriminalpolizei, mit Ausnahme weniger Geschichten bekleidet er den Dienstrang eines Kommissars und ist Leiter der Mordkommission. Maigret ist der Sohn eines Gutsverwalters aus der Provinz (Schloss Paray-le-Frésil, nahe der Stadt Moulins im Département Allier). Dort wurde er 1887 geboren, manchen Quellen zufolge auch 1885 oder 1884. Letzteres erscheint als das wahrscheinlichste Geburtsjahr, da im selben Jahr Simenons Vater geboren wurde. Darüber hinaus wird Maigrets Alter im Roman Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet mit 45 angegeben (der Roman spielt im Sommer 1930). Als alternativen Geburtsort Maigrets findet man oft auch Saint-Fiacre. Maigret trägt fast immer Hut und Mantel, trinkt am liebsten Bier, raucht Pfeife, die z. T. auch für psychologische Kriegführung in Verhören eingesetzt wird.
Immer wiederkehrende Orte sind sein Büro am Quai des Orfèvres und seine Wohnung am Boulevard Richard Lenoir, die er zusammen mit seiner Frau Henriette (in den Geschichten fast nur „Madame Maigret“ genannt) bewohnt. Das Ehepaar hat keine Kinder, wobei erwähnt wird, dass beide gerne welche gehabt hätten. Maigret wird als berühmter Kommissar immer wieder in die Provinz gerufen. Auch nach seiner Pensionierung ermittelt er noch weiter.
Als beste Verkörperungen des Kommissars galten Simenon die Schauspieler Jean Gabin und Rupert Davies.



Nestor Burma 1 - Die lange Nacht von St. Germain des Prés  ist ein vom französischen Schriftsteller Léo Malet erfundener Privatdetektiv, wohnhaft in der Rue de Mogador, Paris.
Der Romanheld Nestor Burma kam 1927 aus Montpellier in die Hauptstadt und verkehrte zunächst in anarchistischen Kreisen. Später eröffnete er die Detektei Fiat Lux, die zur Zeit der Romane drei Angestellte hat: die in Nestor Burma hoffnungslos verliebte Sekretärin Hélène Chatelain sowie zwei Außendienstmitarbeiter, Roger Zavatter und Louis Reboul.
Nestor Burma befindet sich, wie viele Romandetektive, in ständiger Konkurrenz zur Polizei, speziell zu Kommissar Florimond Faroux. Der Ruf von Nestor Burma bei der Polizei ist jedoch gut und gelegentlich führt er auch verdeckte Aufträge für den Staat durch. Im Zweifelsfall agiert Nestor Burma allerdings allein und seine Fälle löst er vor allem durch Gespür und seine Kontakte, die sich über ganz Paris erstrecken. Er steht in der Tradition amerikanischer Detektive wie Sam Spade und Philip Marlowe, hat aber deutlich mehr Humor und sein Erscheinungsbild, Maßanzüge und exzentrische Pfeife, weist eine eigene Note aus.
Die ersten Romane entstanden Anfang der 1940er Jahre – noch ortsungebunden – vor dem Hintergrund des Krieges und der deutschen Besatzung. Erst zwischen 1954 und 1959 entstanden die meisten Romane der berühmten Serie Die neuen Geheimnisse von Paris mit der Idee, jede Folge in einem anderen Pariser Arrondissement spielen zu lassen. Die zuletzt vom rororo-Verlag herausgegebenen Taschenbücher enthalten einen so genannten „Nachgang“. Diese, von Peter Stephan geschriebenen, ausführlichen Anhänge, führen den Leser durch das im Roman behandelte Arrondissement. Allerdings 30 Jahre später – im modernen Paris von heute.


Rocambole wurde geschaffen vom französischen Schriftsteller Pierre Alexis Ponson du Terrail im 19. Jahrhundert . Die Figur des Rocambole bedeutet für das Genre des Abenteuer- und Kriminalromans den Übergang des alten gotischen Romans zur modernen heroischen Fiktion. Als rocambolesque wird im Französischen und in anderen Sprachen jede Art von fantastischem Abenteuer bezeichnet.
Man lernt Rocambole (rok-äh-Bohl) als Waise und sehr findigen Jugendlichen kennen. Er unterstützt zuerst den bösen Andrea de Felipone, auch bekannt als Sir Williams, in seinem Kampf gegen Andrea’s Halbbruder, dem Comte de Kergaz. Eine wichtige Partnerin im Kampf ist eine Kurtisane mit einem Herz aus Gold und einem furchtlosen Temperament, Louise Charmet, alias Baccarat.
Letztere Romane schildern Rocambole als furchtlosen Held, als Bekämpfer einer Vielzahl von Bösewichten wie die Thuggee, etc. Er hat um sich herum eine Clique von ebenso talentierten Mitarbeitern gescharrt.


Joseph Joséphin, Rouletabille genannt, ist ein fiktiver Reporter, erstellt von Gaston Leroux in seinem Kriminalroman Das Geheimnis des gelben Zimmers  im Jahr 1907.
Im Alter von sechzehn Jahren arbeitet Joseph Joséphin als kleiner Reporter der Zeitung Die Zeit. Seine Kollegen nannten ihn Rouletabille, da sein Kopf rund wie ein Mühlstein und rot gefärbt wie eine Tomate ist. Klein und immer in guter Stimmung zieht er leicht die Sympathien aller auf seine Idee. Er ist ausgestattet mit einem seltenen Talent, das hier nicht verraten werden soll.

Freitag, 19. Juni 2020

Carlos Ruiz Zafón

Friedhof der vergessenen Bücher

Ich habe nicht viele Lieblingsschriftsteller*innen. Es gibt nur einige wenige, deren Bücher ich gerne lese. Und nur zwei Schriftsteller sind es, denen ich das Prädikat "Meine liebsten Geschichtenerzähler" gegeben habe. Das sind Carlos Ruiz Zafón und Arturo Pérez-Reverte.

Carlos Ruiz Zafón ist heute im Alter von 55 Jahren in Los Angeles an einer Krebskrankheit gestorben. In meinen vielen Lexika über Schriftsteller*innen taucht sein Name leider nicht auf und auch Wikipedia bietet nicht viel zu seinem Leben.

Er wurde in Barcelona geboren und besuchte dort die Jesuitenschule Sarrià (Col·legi de Sant Ignasi). Diese Schule hat, wie er sagte, seine Fantasie angeregt, da sie sich in einem gotischen Schloss aus rotem Backstein, mit Türmen und geheimen Gängen befand.

Zunächst hat er in Barcelona in einer Werbeagentur gearbeitet. Seit 1994 konzentrierte er sich dann in Los Angeles auf das Schreiben von Romanen und Drehbüchern und war für die spanischen Zeitungen El País und La Vanguardia als Journalist tätig.

Sein erstes Romanwerk war die Nebel-Trilogie, bestehend aus den Büchern Der Fürst des Nebels, Der Mitternachtspalast und Der dunkle Wächter.

Nach dem vierten Jugendbuch Marina folgten dann die Romane, die ihn so richtig berühmt gemacht haben: Die Geschichten um den Friedhof der vergessenen Bücher, bestehend aus Der Schatten des Windes, Das Spiel des Engels, Der Gefangene des Himmels, Das Labyrinth der Lichter und als Geschenk Zafóns an seine Leser*innen Der Fürst des Parnass, in dem er erzählt, wie alles begann. Zafón verzichtete auf sein Honorar, das, vom Verlag aufgerundet, dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zugutekommt.

Als Der Schatten des Windes erschien, bekam es zwar keine große Aufmerksamkeit, entwickelte sich dann aber in kurzer Zeit zu einem Bestseller und war wochenlang auf den spanischen Bestsellerlisten. Zafón wurde in seinem Heimatland zur Sensation des Jahres 2002. Und auch bei uns in Deutschland wurde es zum Bestseller. An zwanzig Länder wurden die Publikationsrechte verkauft, zum Beispiel nach Skandinavien, Australien, Israel, Griechenland und und und.

Ich bin sehr traurig, dass dieser tolle Geschichtenerzähler von uns gegangen ist. Ich werde seine Bücher in Ehren halten.

Beatrix Jones Farrand


Beatrix Jones Farrand wurde am 19. Juni 1872 in New York City geboren. Sie war eine US-amerikanische Landschaftsgärtnerin und Landschaftsarchitektin. Ihre Aufträge bestanden aus der Gestaltung von botanischen Gärten, Gärten von großen Anwesen und Landsitzen, Parkanlagen und Universitäten.
Ihre bekanntesten Arbeiten sind die Gestaltung des Jacqueline Kennedy Garden und des White House Rose Garden des Weißen Hauses. Mit ihrem Stil hat sie das US-amerikanische Bild von Landschaftsarchitektur wesentlich geprägt.

Farrand war die einzige Frau der American Society of Landscape Architects und 1899 eines der Gründungsmitglieder. Sie hat während ihrer 50-jährigen Karriere circa 200 Gärten gestaltet und betreut. Einer ihrer wichtigsten Mentoren war Charles Sprague Sargent. Ihre Aufzeichnungen werden in den Environmental Design Archives der University of California, Berkeley und der Harvard University Library (Arnold Arboretum Archives) bewahrt.